Viel Lob der Bewohner für das Seniorenpalais

Montag 05. März 2007

95 Prozent der Bewohner fühlen sich im Seniorenpalais Dillingen "wohl" oder "sehr wohl".


Das ist das erfreuliche Ergebnis einer Bewohnerbefragung, die die Heimleitung im November 2006 durchführen ließ. Jeder vierte Bewohner nahm dabei die Möglichkeit wahr, anonym Lob und Tadel zu äußern.

Die Pflegequalität von stationären Pflegeeinrichtungen werden vom "Medizinischen Dienst der Krankenversicherung" (MDK) regelmäßig auf Herz und Nieren geprüft. Doch das Seniorenpalais in Dillingen wollte - über die objektive Prüfung hinaus - auch die subjektive Einschätzung der Heimbewohner kennen lernen: Wie zufrieden sind sie im Seniorenpalais, und wo sehen sie im Hinblick auf die Pflege und die sonstigen Angebote des Seniorenpalais Verbesserungsbedarf?

Im November lud man daher alle orientierten Bewohner ein, an einer Befragung teilzunehmen. Das Pflegepersonal teilte Fragebögen aus, die die Heimleitung ausgearbeitet hatte. In 25 Fragen wurde versucht, ein schlüssiges Gesamtbild der Pflegequalität im Seniorenpalais aus der Sicht der Heimbewohner zu ermitteln.

Neben den standardisierten Fragen des Fragebogens konnten auch individuelle Kommentare, Wünsche und Anregungen abgegeben werden. Die Fragebögen wurden vom Pflegepersonal auf den vier Stationen ausgeteilt und eine Woche später im Umschlag wieder abgeholt, damit die Anonymität gewährleistet war. Jeder vierte Bewohner nutzte die Möglichkeit für Lob und Tadel.

Hohe Zufriedenheit der Bewohner

Das wichtigste Ergebnis: 95 Prozent der Bewohner fühlen sich im Seniorenpalais "wohl" oder sogar "sehr wohl". Heimleiter Rik Sauer ist darüber sehr froh: "Natürlich geben wir uns tagtäglich Mühe und versuchen, es unseren Heimbewohnern so angenehm wie möglich zu machen, investieren in die Aus- und Weiterbildung. Auch die Tatsache, dass uns einige langjährige Mitarbeiter ihre eigenen Eltern zur Pflege anvertrauen, werten wir als Bestätigung für unsere Arbeit. Aber man kann nicht in die Herzen sehen. Deshalb ist dieses Befragungsergebnis eine schöne Bestätigung für die engagierte und kompetente Arbeit des Pflegepersonals und für die effiziente Organisation in unserem Haus."

Wenn ein Bewohner klingelt, ist nach durchschnittlich dreieinhalb Minuten eine Pflegekraft bei ihm, um nach dem Rechten zu sehen. Auch nach dem Umgang mit den Patienten wurde geforscht: Auf die Frage "Werden Sie von den Mitarbeitern immer so angesprochen, wie Sie es wünschen?" antworteten 97% mit "Ja". Selbstverständlichkeiten wie das Anklopfen vor Betreten des Bewohnerzimmers sind zu 100% gewährleistet.

Therapieangebot wird sehr geschätzt

Das umfassende Therapieangebot, das ein wichtiger Bestandteil des Heim-Konzepts ist, wird von den Bewohnern ebenfalls goutiert: 95% finden, dass das Angebot zur Unterhaltung und Beschäftigung ihren Interessen ganz oder teilweise entspricht. Mit fünf Beschäftigungstherapeuten ist das Seniorenpalais weit besser besetzt, als es das Gesetz vorschreibt. Die Therapeuten bieten den Bewohnern ein reichhaltiges Programm an Aktivitäten, das vom gemeinsamen Kochen bis zum Heim-Chor reicht.

Reizthemen: Essen und Rauchen

Aber es gibt auch Bereiche, in denen solch optimale Ergebnisse nicht erzielt wurden, und vielleicht auch gar nicht möglich sind. Ein Reizthema ist offensichtlich das Essen, das die Bewohner in sieben individuell gestalteten Speiseräumen einnehmen: Zwar finden 79% der Bewohner am Speiseplan nichts auszusetzen, aber 21% schrieben, dass der Speiseplan ihren individuellen Bedürfnissen nur "zum Teil" oder "nicht" entspricht.

"Das ist immer ein heikles Thema", weiß Rik Sauer. "Unsere Küche bemüht sich sehr, einen abwechslungsreichen Speiseplan mit bekömmlichen Gerichten zu gestalten. Aber wir können die Wünsche unserer Bewohner manchmal schon aus rechtlichen Gründen nicht erfüllen. Ein weich gekochtes Frühstücksei, das sich ein Bewohner ausdrücklich wünscht, ist zum Beispiel wegen der Salmonellengefahr nicht erlaubt." Ein anderer Dauerbrenner ist - wie überall, wo Menschen zusammenkommen - das Rauchen. Hier kann man es einfach nicht jedem recht machen.

Informationsangebot wird verbessert

Vergleichsweise ungünstig schätzen die Bewohner auch die Information und Beratung der Bewohner über das Leistungsangebot des Seniorenpalais ein: Nur 73% finden, dass sie beim Einzug genügend Informationen bekommen haben. "Offensichtlich stellen wir unser Licht zu sehr unter den Scheffel, vermutet Rik Sauer. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf, den der Heimleiter und sein Team gezielt abdecken werden.  "Wir werden gemeinsam mit dem Personal nach Lösungen suchen", so der Heimleiter. Durch die Bewohnerbefragung, die künftig jedes Jahr einmal durchgeführt werden wird, lässt sich das Ergebnis der Veränderungen bestens überwachen - zum Wohle der Bewohner.







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